Wie Sport die Lernleistung verbessert

Heute geht es um Sport…

In diesem Moment wird, zugegeben überspitzt gesprochen, „dem hauptberuflichen „Couchpotato“ sicherlich der Riffel-Chip aus den Wurstfingern fallen“. Sport bzw. regelmäßige körperliche Betätigung spielt nicht nur eine enorme Rolle auf die geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch auf das allgemeine positive Körpergefühl bzw. die daraus resultierende Lebenseinstellung. Gerade im Studium muss das Gehirn viele neue Eindrücke verarbeiten und mithilfe von Konzentration diese erst aufnehmen. Bei diesen beiden Aspekten hilft jegliche sportliche Betätigung. Durch die körperliche Erschöpfung wird ein regelmäßiger, tiefer Schlaf gefördert. Der erforderliche Fokus, beispielsweise bei schwer auszuführenden Übungen, hilft gezielt bei der Konzentrationsförderung.

Was sind meine Erfahrungen?

In meinem ersten Vollzeitstudium habe ich keinen Sport gemacht und habe teilweise bis spät in die Nacht nebenbei gearbeitet. Das Ergebnis war ein schlechter Schlaf, Rückenschmerzen, temporäre Antriebslosigkeit und Überforderung. Ende des Jahres 2015 habe ich mich dann entschlossen, diese vielen negativen Aspekte positiv anzugehen und mich im Fitness-Studio anzumelden. Viel wichtiger war allerdings meine Zielsetzung mich ab der Anmeldung jede Woche mindestens 3-mal die Woche sportlich zu betätigen. Abgesehen von krankheitsbedingten Ausfällen habe ich bis heute diese Quote durchschnittlich nie unterschritten mit überragenden Ergebnissen. Ich fühle mich wach, flexibel, schmerzfrei und energiegeladen. Die Konzentration kann ich auch bei komplexen Themen beispielsweise auf der Arbeit stundenlang halten. Ich kann in wenigen Minuten einschlafen und halte einen tiefen Schlaf bis zum nächsten Morgen. Das äußerliche Auftreten wurde natürlich durchaus positiv beeinflusst, allerdings nicht als primäre Zielsetzung.

Was bewirkt der regelmäßige Sport hinsichtlich intensiver Lernphasen?

In einer intensiven Phase des Studiums wird der Körper unter der Stress gesetzt. Körperlich, weil er stundenlang in der gleichen Position sitzen muss. Psychisch, weil der Lernstoff teils unschaffbar wirkt und der innerliche Druck stark ansteigt. Hier kommt der aus dem Sport ableitbare Fokus wieder zum Tragen. Fokus oder auch „Flow“ ist der Moment, wo der Kopf abschaltet, die Situation akzeptiert und der Leidenschaft Platz macht. Durch diese ausprägte Form der Konzentration kann man seine Leistung stellenweise verdoppeln und überragende Ergebnisse erzielen. Diesen Fokus lernt der Körper zum Beispiel, wenn man ihn an die eigenen Leistungsgrenzen durch sportliche Betätigung führt. In diesem Moment wird er für kurze Zeit enormen Stress ausgesetzt und lernt diesen beim nächsten Mal auszuhalten. Der Muskelaufbau funktioniert nicht anders. Durch augenscheinliche „Überlastung“ oder auch Hypotrophie-Training wird der Muskel mit mikroskopisch kleinen Rissen verletzt, die in der Regenerationsphase mithilfe von ausreichend zugeführten Protein aus der Nahrung zu Muskelaufbau führen. Wenn dieser Prozess konstant wiederholt wird, lernt der Körper diese Situationen leichter auszuhalten und die psychische Anspannung in allen Lebenslagen senkt sich enorm. Durch das geringe Gefühl der Anspannung wiederum steigt das innere Selbstbewusstsein und trägt zu einem souveränen Auftreten in der Öffentlichkeit bei.

Hinweis: Ich bin kein Arzt oder studierter Sportwissenschaftler. Alle meine Ausführungen basieren auf Erfahrungen und erlerntem Wissen. Sollten bei Ihnen/ euch starke Schmerzen im Lenden- oder mittleren Rückenbereich vorliegen, kontaktieren sie einen entsprechenden Facharzt.

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