Meine Tipps gegen Prüfungsangst im Studium (Endspurt)

Meine Prüfungen des ersten Semesters im Master stehen nun kurz bevor. Jetzt müsste es eigentlich wochenlang keinen Schlaf und Aufregung heißen. Tatsächlich bin ich allerdings nur im geringen Maße wirklich angespannt. Ich möchte dir heute meine Tipps mitgeben, wie man Aufregung vor Prüfungssituation auf ein Minimum reduziert:

1. Besiege deine Angst zu Versagen

Die Angst vor dem Versagen ist im Menschen tief verankert und führt im Vorfeld zu unruhigen Nächten und in der Prüfungssituation zu Fluchtreflexen. Mach dir bewusst, dass deine Angst etwas natürliches ist, aber besiegt werden kann. Mach dir klar: Eine erfolgreiche Prüfung ist immer abhängig vom Maß der Vorbereitung. Du fühlst dich nicht sicher in einer bestimmten Stoffkategorie? Dann konzentriere dich umso mehr darauf. Simuliere die Prüfungssituation mit Übungsklausuren und versetze dich gedanklich in die Situation und auch den Zeitdruck. Dann hat dein Körper bereits mehrfach diese Situation ausgestanden und reagiert deutlich beruhigter darauf. Das aller Wichtigste ist allerdings: Versagen ist völlig in Ordnung, sollte aber nicht das Ziel sein. Von Fehlern lernt der Mensch und in vielen Studiengängen gibt es auch noch mehrere Wiederholungschancen

2. Vorbereitung ist die halbe Miete

Hier ist der Tipp sehr einfach, aber stellt auch bei vielen Betroffenen das größte Manko dar. Lerne konzentriert und versuche den Lernstoff wirklich inhaltlich zu verstehen, um auf flexible Aufgabenstellungen reagieren zu können. Auswendig lernen ist dabei oft nur der Tropfen auf dem heißen Stein. Meine Vorbereitung ist seit meinem Bachelorstudium immer gleich aufgebaut: Lesen -> Zusammenfassen -> Verstehen -> Anwenden (in Form von Übungsaufgaben & Übungsklausuren). Der Mensch liebt konstante Abläufe. Einmal gespeichert, läuft das Lernen dann in einer Art mechanischem Flow und erfordert deutlich weniger Nerven, aber auch Zeit!

3. Dein Tempo ist genau das Richtige

Du hast bestimmt auch den Freund, der 1 Woche vor der Klausur anfängt zu lernen und nach 3 Tagen alles kapiert hat. Dieser Kumpel ist sicherlich zu beneiden, allerdings solltest du dich seinem Verhalten nicht anpassen. Du bist wer du bist und brauchst nun mal dein Maß an Zeit. Du lernst lieber 4 Monate konstant als im Eiltempo? Das ist okay. Du brauchst 2 Semester länger als deine Freunde? Auch das ist völlig in Ordnung. Ein Studium ist kein Wettkampf zwischen menschlichen Leistungen wie im Sport, sondern letztendlich ein Wettkampf gegen deine eigene geistige Trägheit und den Unwillen neue Dinge zu lernen. Eine Tatsache ist hier zu betonen: Niemand lernt gerne. Der Mensch erfährt gerne, er fühlt gerne, er lebt gerne, aber Lernen in Form von wiederholenden, geistig anspruchsvollen Vorgängen strängt das Gehirn an, was zu einem „“Ablocken“ in Form von Konzentrationsverlust führt. Zeige du dir selbst, was du kannst und überrasche dich mit den Möglichkeiten der geistigen Leistungsfähigkeit.

Am Prüfungstag solltest du abschließend vorbereitet und mit einem guten Zeitpuffer vor Ort sein und dich geistig bereits im Vorfeld in die Prüfungssituation versetzen. Das vermeidet eine Einstimmungszeit in der begrenzten Prüfungsdauer und den bekannten „Black Out“.

Viel Erfolg!

Warum studieren?

Heute dachte ich mir, ich gehe mal auf die einfachste aller Fragen ein, möge man meinen. Warum studieren? Lustigerweise stellt sich diese Frage jeder Student auch irgendwann während des Studium. Mehrfach! Ich kann diese Frage natürlich auch nicht allgemeingültig beantworten, aber ich kann es versuchen.

Die Lust auf Neues

Arbeit, Alltag, Sport und Freizeit. Alles ist bis auf wenige Ausnahmen inhaltlich begrenzt. Viele Fragen bleiben unbeantwortet: Wie funktioniert ein Unternehmen? Warum trifft ein Chef seine Entscheidungen? Wie funktionieren große Märkte und warum brechen Gesellschaften durch Vielfalt der Meinungen nicht in sich zusammen? Darüber hinaus aber auch ganz allgemeine Fragen: Was interessiert mich? Was macht mich aus? Was kann ich und worauf will ich all meine Energie verwenden? Dein Leben macht nur jeden Tag aufs Neue Spaß, wenn du dein Leben leidenschaftlich lebst im Job, mit der Familie oder dem Partner.

Neue Erfahrungen

Einmal mit dem Studium begonnen, rauschen erstmal massenhaft neue Erfahrungen auf dich zu. Viel Lernstoff, neuer Druck, Motivation und die Lust soviel Wissen wie möglich zu dem Themengebiet aufzunehmen für das du dich interessierst. Doch Vorsicht! Wie bei allen Lebenslagen kippt auch hier mal die Stimmungen und Frust bzw. Überforderung macht sich breit. Aber an diesem Punkt musst du weiter machen, damit du zum letzten Punkt kommst…

Die Erkenntnis

Wenn du es schaffst durchzuhalten, bekommst du einer der wichtigsten Erfahrungen: Erkenntnis. Du erkennst, dass deine Fragen beantwortet werden können. Du erkennst, was du alles schaffen kannst, wenn du es nur wirklich willst. Intensives Lernen ist die einzige Aufgabe, die du im Leben nicht im Team lösen kannst. Natürlich kann man auch als Team bspw. als Unternehmen dazulernen, aber deinem Geist neue Einblicke beizubringen, kannst nur du entscheiden. Oft kennt man noch aus Kindertagen das Bild einer Glühbirne über dem Kopf, wenn dem Hauptcharakter die zündende Idee kommt. Ich würde es anders interpretieren: Es ist dieser Moment, wenn du deine eigenen Fragen beantwortest. Wenn du weißt, wer du bist, warum und was du tun kannst, um etwas zu verändern.

Komm auf den Punkt!

Jeder der studiert kennt es. Man liest die Pflichtlektüre oder auch ergänzende Werke der wissenschaftlichen Größen und denkt sich: “ Möchte derjenige sein Wissen teilen oder hört er sich nur gerne reden?“. Lange komplexe Sätze über 10 Zeilen mit knapp 20 Synonymen sind da keine Seltenheit. Oft eignet man sich diese Ausdrucksweise ungewollt in Hausarbeiten und Abschlussarbeiten an und trägt diese Formulierungen in das private und berufliche Umfeld. Aber Vorsicht: Testlänge nimmt deinem Satz seine Ausdruckskraft.

Konzentriere dich auf Kernaussagen!

Ich habe mir angewöhnt komplexe wissenschaftliche Texte in einfache Schlüsselaussagen zusammenzufassen. Das macht mir das Erlernen der Inhalte einfacher und reduziert die vorhandene Textmenge. Beispielsweise werden 500 Seiten Material kurzer Hand in 30 Seiten Kernaussagen zusammengefasst.

<< Du hast Fragen zum Studium von Zuhause? >>

schau mal hier vorbei: http://meinfernstudiumblog.de/faq/

Lange Sätze drücken Unwissenheit aus

Im Berufsleben merkt man schnell, dass es ebenfalls auf dieses Prinzip der Kernaussagen ankommt. Viele Fach- und Führungskräfte brauchen schnellen und fachkundigen Input um Ihre Ergebnisse zu erreichen. Komplexe Powerpoint-Präsentationen oder Emails werden hier kurzer Hand ignoriert. Hierein zahlt auch noch ein weiteres Thema ein: fehlende Konzentration. In der digitalisierten Welt werden wir immer schneller von Nachrichten oder Feeds abgelenkt, was bei vielen Menschen zu einem Mangel an Konzentration führt. Baust du nun mit langen Sätzen deinen thematischen Höhepunkt auf, hast du bereits 80% der Konzentration deiner Zuhörer aufgebraucht.

Willst du also im Studium deinen Lerneffekt maximieren oder beruflich deine Gesprächspartner überzeugen, komm auf den Punkt.

„Habe Mut unbekannte Wege zu gehen“

Ein Studium ist eine besondere Phase in einem jungen Leben. Zu Beginn steht immer die Neugier auf das Neue. Danach Freude und danach Ehrgeiz. Aber wie bei allen Dingen im Leben hat dieser Tunnelblick auf das Neue ab einem bestimmten Zeitpunkt das Ende seiner Halbwertszeit erreicht. Bedeutet der Stoff wirkt schwerer, die Zeit zu kurz und der Aufgabenberg schnell unschaffbar. Die Gedanken drehen sich wie in einem Kinderkarussell. In diesem Moment braucht es vorwiegend ein Ziel und den Mut zur Umsetzung. Das ist sicher leicht gesagt. Doch wie lässt sich das in der Realität umsetzen?

Du musst dich fragen:

Studierst du für dich? Willst du die Dinge für dich, dein Leben, deine beruflichen & persönlichen Ziele lernen? Was ist dein Ziel im Studium?

Erst wenn du diese Fragen für dich positiv und klar beantworten kannst und du weißt, dass deine Reise die Richtige ist. Zu diesem Zeitpunkt wird die der Weg klar und dann brauchst du nur noch den Mut das Risiko auf dich zu nehmen und den Weg zu gehen.

Hierbei gebe ich dir eine wichtige Spielregel auf den Weg:

Mache niemals die Anderen für Fehler oder den fehlenden Erfolg auf deiner Reise verantwortlich. Du willst das Ziel erreichen dich weiterzubilden, über den Tellerrand zu denken und besondere Kompetenzen zu entwickeln. Wenn dieser Weg nicht zum Erfolg führt, war dieser Weg tatsächlich nicht dein Weg und du musst das akzeptieren oder du hast dich nicht genug angestrengt.

Wie Sport die Lernleistung verbessert

Heute geht es um Sport…

In diesem Moment wird, zugegeben überspitzt gesprochen, „dem hauptberuflichen „Couchpotato“ sicherlich der Riffel-Chip aus den Wurstfingern fallen“. Sport bzw. regelmäßige körperliche Betätigung spielt nicht nur eine enorme Rolle auf die geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch auf das allgemeine positive Körpergefühl bzw. die daraus resultierende Lebenseinstellung. Gerade im Studium muss das Gehirn viele neue Eindrücke verarbeiten und mithilfe von Konzentration diese erst aufnehmen. Bei diesen beiden Aspekten hilft jegliche sportliche Betätigung. Durch die körperliche Erschöpfung wird ein regelmäßiger, tiefer Schlaf gefördert. Der erforderliche Fokus, beispielsweise bei schwer auszuführenden Übungen, hilft gezielt bei der Konzentrationsförderung.

Was sind meine Erfahrungen?

In meinem ersten Vollzeitstudium habe ich keinen Sport gemacht und habe teilweise bis spät in die Nacht nebenbei gearbeitet. Das Ergebnis war ein schlechter Schlaf, Rückenschmerzen, temporäre Antriebslosigkeit und Überforderung. Ende des Jahres 2015 habe ich mich dann entschlossen, diese vielen negativen Aspekte positiv anzugehen und mich im Fitness-Studio anzumelden. Viel wichtiger war allerdings meine Zielsetzung mich ab der Anmeldung jede Woche mindestens 3-mal die Woche sportlich zu betätigen. Abgesehen von krankheitsbedingten Ausfällen habe ich bis heute diese Quote durchschnittlich nie unterschritten mit überragenden Ergebnissen. Ich fühle mich wach, flexibel, schmerzfrei und energiegeladen. Die Konzentration kann ich auch bei komplexen Themen beispielsweise auf der Arbeit stundenlang halten. Ich kann in wenigen Minuten einschlafen und halte einen tiefen Schlaf bis zum nächsten Morgen. Das äußerliche Auftreten wurde natürlich durchaus positiv beeinflusst, allerdings nicht als primäre Zielsetzung.

Was bewirkt der regelmäßige Sport hinsichtlich intensiver Lernphasen?

In einer intensiven Phase des Studiums wird der Körper unter der Stress gesetzt. Körperlich, weil er stundenlang in der gleichen Position sitzen muss. Psychisch, weil der Lernstoff teils unschaffbar wirkt und der innerliche Druck stark ansteigt. Hier kommt der aus dem Sport ableitbare Fokus wieder zum Tragen. Fokus oder auch „Flow“ ist der Moment, wo der Kopf abschaltet, die Situation akzeptiert und der Leidenschaft Platz macht. Durch diese ausprägte Form der Konzentration kann man seine Leistung stellenweise verdoppeln und überragende Ergebnisse erzielen. Diesen Fokus lernt der Körper zum Beispiel, wenn man ihn an die eigenen Leistungsgrenzen durch sportliche Betätigung führt. In diesem Moment wird er für kurze Zeit enormen Stress ausgesetzt und lernt diesen beim nächsten Mal auszuhalten. Der Muskelaufbau funktioniert nicht anders. Durch augenscheinliche „Überlastung“ oder auch Hypotrophie-Training wird der Muskel mit mikroskopisch kleinen Rissen verletzt, die in der Regenerationsphase mithilfe von ausreichend zugeführten Protein aus der Nahrung zu Muskelaufbau führen. Wenn dieser Prozess konstant wiederholt wird, lernt der Körper diese Situationen leichter auszuhalten und die psychische Anspannung in allen Lebenslagen senkt sich enorm. Durch das geringe Gefühl der Anspannung wiederum steigt das innere Selbstbewusstsein und trägt zu einem souveränen Auftreten in der Öffentlichkeit bei.

Hinweis: Ich bin kein Arzt oder studierter Sportwissenschaftler. Alle meine Ausführungen basieren auf Erfahrungen und erlerntem Wissen. Sollten bei Ihnen/ euch starke Schmerzen im Lenden- oder mittleren Rückenbereich vorliegen, kontaktieren sie einen entsprechenden Facharzt.

Das „Ich muss ja noch…“ – Ablenkung im Studium

Jeder kennt es. Der Stoff liegt vor der Nase. Man hat eigentlich noch einen Berg voll Arbeit. Überwindung… Ne lass mal lieber. Ich war eigentlich nie der Mensch, der sich aus Dingen rausgeredet hat, die ihm Spaß machen. Da blieb lieber der Haushalt noch einen Tag liegen.

Doch seit ich fernstudiere, hat sich dieses Verhalten zum Gegenteil verändert. Meist studiere ich am Wochenende. Chronische Unlust ist da Alltag. Meine Wohnung sieht jetzt besser aus als je zuvor, aber nicht weil ich den Hausmann in mir entdeckt habe, sondern weil „Boden wischen“ stellenweise interessanter erscheint als die 300 Seiten Lernunterlagen zu paucken.

Seit einer Woche versuche ich daran zu arbeiten. Feste Zeitabläufe. Kernzeiten in denen ich besonders konzentriert bin. In diesen Zeiten fällt es mir auch leichter nicht die nächste Ablenkungen zu suchen. Einen guten Kaffee dazu und los geht es!

 

Einen schönen Sonntag!

Das Fernstudium als Bildungschance für junge Erwachsene

Deutschland ist eins der wenigen Länder der Welt in der Bildung für einen Großteil der Bevölkerung frei zugänglich ist. Grundsätzlich ist dies auch vollkommen richtig. Viele junge Menschen machen ihr Abitur und eine berufsbegleitende Ausbildung. Doch sobald es in ein Vollzeitstudium gehen soll, fangen viele an zu grübeln…

Wie finanziere ich 3 bis 6 Jahre Studium mit Semestergebühren, Materialien, Wohn- und Erhaltungskosten?

Bafög oder Studiendarlehen sind sicherlich eine Überlegung wert, aber leider sind ein paar hundert Euro für einen jungen Erwachsenen bei Weitem nicht genug. So nehmen viele Studenten, inklusive mir, im Erststudium, einen Nebenjob an. Am Anfang motiviert begonnen wird diese Doppelbelastung schnell zu ausbrennenden Stress. Morgens früh aufstehen im Schichtdienst, Nachmittags übermüdet in die Uni hetzen und abends noch schnell das bereits in der Bildungseinrichtung verlernte wieder reinpaucken. Von den Klausurphasen gar nicht angefangen.

Als ich mich näher mit einem Fernstudium für meinen Masterabschluss beschäftigte, war dies zunächst verbunden mit dem Lesen negativer Erlebnisberichte und mahnenden Worten von Freunden/ Familie.

Doch was sind die Fakten?

  • An der richtigen Einrichtung ist ein Fernstudium deutlich günstiger als ein Vollzeitstudium an einer staatlichen Bildungseinrichtung
  • Das Studium und das Lerntempo lässt sich frei einteilen
  • Man kann an seinem Wohnort wohnen bleiben
  • Der Job kann entweder in Vollzeit oder verkürzter Stundenzahl weiter ausgeführt werden
  • Der Lebensstandard bleibt größtenteils erhalten
  • Es müssen durch das Gehalt und die geringen Kosten selten zusätzliche Schulden aufgenommen werden
  • Durch die geringen Studienkosten muss das Studium nicht schnellstmöglich abgeschlossen werden
  • Das Lernen gilt der reinen Weiterbildung für sich selbst, weil die Lebensgrundlage, der Beruf, noch ausgeübt wird

Ich habe beide Versionen des Studiums erlebt bzw. erlebe es noch und meine Meinung ist, dass ein Fernstudium natürlich viel Selbstdisziplin und Motivation erfordert, aber dafür viele Vorteile bietet. Durch den geringen Geldeinsatz tut dann auch ein möglicher Abbruch nicht weh, weil der Versuch nicht mit soviel Investitionen verbunden ist (Studienkosten, Umzug, Nebenjobsuche, neues soziales Umfeld).

Erfolge

Das wohl schönste und wichtigste Gefühl, ob in einem berufsbegleitenden Fernstudium oder anderen Lebensbereichen, ist die „Getragenheit“ bei Erfolgen. Was ist damit gemeint? Zu unterscheiden sind kurzfristige und langfristige Erfolge. Wenn man beispielsweise ein Stück oder eine ganze Tafel Schokolade isst, führt dies zu einem kurzfristigen Glücksgefühl für den Körper ein Erfolgsmoment, was an manchen Tagen auch sicherlich seine Berechtigung hat. Sobald man allerdings regelmäßig für dieses kurzfristige Glücksgefühl Schokolade isst, nimmt die Wirkung langsam ab. Anders ist dies bei langfristigen, schwer zu erreichenden Erfolgsmomenten und damit verbundenen Glücksgefühlen.

Als ich meine ersten Einsendearbeiten zurück bekommen habe mit der Kennzeichnung „bestanden“ oder auch meine bestandene Bachelorarbeit vor einigen Jahren, war es pure „Getragenheit“. Ich fühlte die Bestätigung und viel Wichtiger, dass es sich im Leben auszahlt „das Richtige“ für einen selbst zu tun.

Jedem der sich weiterentwickeln/ weiterbilden will, kann ich nur raten: Bleibt dran! Der Weg wird immer aus 90% Selbstzweifel und Belastung bestehen, allerdings mit dem Ergebnis langfristigen Erfolges. Sollte dabei ein Misserfolg herauskommen, lass dich nicht abbringen. Sei froh in einer Generation zu leben, der es erlaubt ist zu scheitern

Die Zeit

In meinem gestrigen Blog habe ich bereits geschrieben, dass ein isolierter Beitrag zum Thema „Zeit“ oder genauer „Lernzeit“ folgt.

Wer ein Fernstudium anfängt, der muss sich häufig mit Randzeiten des Tages rumschlagen, an denen erst gelernt werden kann. Natürlich steht auch das Wochenende zur Verfügung, aber auch dem fleißigsten Lerntyp wird auffallen, dass die reine Bearbeitung am Wochenende nicht ausreicht. 

Bei mir zum Beispiel, konnte ich als Frühaufsteher feststellen, dass eine kurze Lesephase zum morgendlichen Kaffee extrem zur Beschäftigung mit dem Thema und allgemeinen Wohlbefinden durch weniger Druck am Tag beiträgt. Die tatsächliche Bearbeitung macht allerdings für reelle Ergebnisse erst am Abend oder Wochenende Sinn.

Grundsätzlich bringt es mehr den Workload von 20 Stunden im Teilzeitstudium auf die Woche zu verteilen, damit man nicht Freitag schon vergessen hat, was man Sonntag gelernt hat. Lernen braucht Zeit, damit aus Wissen auch Erkenntnis wird.